Gegendarstellung zum K-Tipp Nr. 5 vom 9.3.2022


Quelle: K-Tipp 09.03.2022


Herr Fehlmann hat mir am 09.02.2022 folgende Mail geschrieben:

Sehr geehrter Herr Hoffmann


Der K-Tipp hat eine Stichprobe gemacht betreffend den Verkauf von E-Bikes für Kinder.


Ben-E-Bike verkauft unter anderem die Modelle Twenty E-Power 20 und Twentyfour E-Power Pro.

Ich bitte Sie, dazu folgende Fragen zu beantworten: - Gemäss Verkehrszulassungsverordnung dürfen E-Bikes mit einer Tretunterstützung bis 25km/h erst ab 14 Jahren (mit Mofaprüfung) bzw. 16 Jahren (ohne Mofaprüfung) gefahren werden. Darauf machen Sie nur undeutlich und versteckt in der Rubrik „Service“ aufmerksam. Warum machen Sie potenzielle Käufer nicht deutlicher bzw. konkret im Umfeld der Produktebeschreibung der jeweiligen Modelle auf das Verbot aufmerksam? - Gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung des Bundes (BfU) haben E-Bike-Fahrer ein erhöhtes Unfallrisiko, denn sie seien in der Regel schneller unterwegs als Velofahrer. Bei höheren Geschwindigkeiten verlängere sich der Bremsweg und es bleibe weniger Zeit, um auf unerwartete Verkehrssituationen zu reagieren – diesen höheren Anforderungen könnten gerade Kinder kaum gerecht werden. Warum verkauft Ben-E-Bike trotzdem E-Bikes für Kinder? Ich bitte um Ihre Antwort bis Freitag, 11. Februar, 16 Uhr.


Im Voraus besten Dank und freundliche Grüsse

Markus Fehlmann Rechercheteam K-Tipp / Saldo / K-Geld Wolfbachstrasse 15 Postfach 431 8024 Zürich Mail markus.fehlmann@ktipp.ch Website www.ktipp.ch

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Eine Anfrage ist bei mir nie angekommen, laut Herrn Fehlmann wurde die Stichprobe online auf ben-e-bike.ch vorgenommen.

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Meine Mail an Herrn Fehlmann:


Sehr geehrter Herr Fehlmann

Vielen Dank für Ihre eMail zum Thema E-Bikes für Kinder. Folgendes sollten Sie zu meiner Firmenphilosophie und Verkaufsstrategie zur Kenntnis nehmen:


Alle Kunden, die persönlich zur Probefahrt in mein Geschäft kommen, werden über die Bikes, die Technik, die Handhabung und über die rechtliche Lage in der Schweiz informiert. Die meisten Käufer kennen die rechtliche Lage.

Da ich nicht nur Bikes in der Schweiz, sondern auch nach Italien, Lichtenstein, Österreich und Frankreich verkaufe, steht die rechtliche Lage nicht zu forderst auf meiner Website.

Zu meinen Hauptkunden bei den kleineren Bikes zählen Kinder mit Einschränkungen (Herz und Muskelerkrankungen) und Schulkinder mit abgelegenen Wohnorten, jeweils mit kantonalen Sonderbewilligungen, sowie Kleinwüchsige Erwachsene.

(unsere Bikes lassen sich individuell mit einer Software an jeden Fahrer anpassen, als Beispiel bei einem Kind mit einer Muskelerkrankung haben wir die elektrische Unterstützung bis maximal 14km/h eingestellt).

Ebenso Erwachsene, die ein leichtes E-Bike bei mir kaufen (das grösste 27.5 Zoll Ben-e-bike wiegt gerade mal 13.6Kg), dort stellt sich die rechtliche Frage gar nicht.

Viele meiner Kunden sind sehr sportliche Familien. Die Eltern fahren bereits elektrisch und die Kinder kommen mit ihren "normalen Velos" nicht hinterher.

Diese fahren dann nach Österreich, Italien, Frankreich oder Deutschland in die Ferien, weil die Kinder dort fahren dürfen. In der Schweiz benutzen sie die Ben-e-bikes im öffentlichen Strassenverkehr ohne Akku, der Heckmotor läuft ohne Widerstand mit und lässt eine unbeschwerte stromlose Nutzung zu. (Ben-e-bikes sind selbst mit Akku leichter als normale Velos).

Im Parlament wurde eine Motion eingereicht, siehe: https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20203080

Kindern wird häufig die Kompetenz abgesprochen, sie sind in den meisten Fällen die geschickteren und geübteren Fahrer als die Erwachsenen, die sich nach 30 Jahren Velopause ein schweres S-Pedelec bis 45km/h anschaffen. Dort sind lange Bremswege vorprogrammiert und die Reaktionszeiten dürften länger sein. Unsere Bikes sind mit modernen Scheibenbremsen ausgestattet und die Fahrer*innen sind in der Regel nicht schwerer als 60kg.

Natürlich tragen die Käufer die Verantwortung für die Nutzung der Bikes.

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Für mich ist eine Onlineanfrage sehr fraglich in Bezug auf Ihr Argument, das Ben-e-bike

trotzdem E-Bikes an Kinder verkauft. Würde ein sehr verzerrtes Bild abgeben und nicht

der Realität entsprechen.

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